Hausgeburt

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Gibt es noch Hausgeburten? Ist es verantwortbar in der heutigen Zeit ein Kind zu Hause zur Welt zu bringen?

Das sind die zwei meistgestellen Fragen rund um die Hausgeburt, seit ich  Paare mit diesem Wunsch betreue.

Nach 22 Jahren Spitalgeburt und einer nicht selbst gewählen beruflicher Neuorientierung im Jahr 2013, war es der logische Schritt, mich auch der Hausgeburt zu widmen. Meinen Rucksack war während vielen Jahre mit reichlicher Fachkompetenz, Wissen und beruflicher Erfahrung gefüllt worden, so dass ich mich reif für diese berufliche Ausrichtung fühlte.

Eine Hausgeburt ist sicher, weil zu Hause keine Interventionen gemacht werden und die Frau sich oft instinktiv verhaltet. Nur Frauen ohne Risiko und ohne Komplikationen dürfen zu Hause gebären und eine Schwangerschaft muss länger als 37 Schwangerschaftswochen dauern.

Die Grenzen einer Hausgeburt werden gemeinsam mit dem Paar besprochen, auch die Konsequenz eines stagnierenden und zu schmerzhaften Geburtsverlaufs. Abmachungen zwischen dem Paar und der Hebamme sind ein Band.

Das nächstgelegene Spital und der Rettungsdienst wird über eine mögliche Verlegung  vorinformiert. Eine zweite freiberufliche Hebamme wird ab der 37. SSW Teil des Betreuungsteams. Der Geburtskoffer ist bestens ausgerüstet: mit Venflon, Infusionen, Sauerstoff, Biox, BD-Gerät und Notfallmedikamente. Die Zusammenarbeit, der fachliche Austausch mit der betreuenden Ärztin/Arzt ist in der Schwangerschaftsbetreuung zentral, er wird in der Regel nicht zur Geburt gerufen.

In der Zeit wo das Sicherheitsbedürfnis einen grossen Stellenwert hat, ist es ausserordentlich wichtig, dass die Frau den Geburtsort frei wählen kann. Oft ist es das Spital und manchmal ein Geburtshaus oder die Hausgeburt. Die Wahlfreiheit darf nicht verloren gehen, denn der Slogan  » es ist wichtig, wie wir geboren werden » bedeutet nicht für jedes Paar dasselbe.

Die Kosten für Schwangerschaftskontrollen, Geburt und Wochenbett übernimmt die Krankenkasse. Das 7x24h Bereitschaftshonorar der Hebamme ab der 37. Schwangerschaftswoche kostet CHF 400.- und wird nicht von der Krankenkasse übernommen.

Melden Sie sich früh, wenn Sie sich eine Hausgeburt wünschen. Am liebsten per Kontaktformular. Ich werde mich so schnell mit Ihnen in Verbindung setzen. Ich freue mich auf Sie!